Madiswil – Altnau-Kreuzlingen 11:12 (5:6)
Spannender konnte die Ausganglage vor der Schlussrunde kaum sein. Auf dem Silberplatz liegend hatten wir je einen Punkt Vorsprung auf unsere Verfolger aus Altnau-Kreuzlingen und Bachs. Gegen die Thurgauer stand somit wohl das entscheidende Spiel um den zweiten Tabellenrang an. Wir nutzten die letzten Trainings dazu, unsere spielerischen Probleme, die uns während der gesamten Rückrunde zu schaffen machten, zu beheben. Mit diversen Umstellungen hofften wir das gewinnbringende Rezept gegen die starke Manndeckung der Ostschweizer gefunden zu haben. Von Beginn weg entwickelte sich eine spannende Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. In der Abwehr hatten wir zu Beginn Schwierigkeiten, die Distanzschützen der Thurgauer zu kontrollieren. Offensiv kamen wir zu guten Chancen – auch dank der Systemumstellung. Eine paar schlechtere Minuten genügten Altnau-Kreuzlingen um das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen. Unseren Ausgleich konterte der Gegner mit dem Führungstreffer praktisch mit dem Halbzeitpfiff.

Gleich zu Beginn der zweiten zwanzig Minuten leisteten wir uns um Aufbauspiel einen Abspielfehler, den die Hafenstädter zur erstmaligen Zweitoreführung. Dieser liefen wir die ganze restliche Spieldauer hinter her. In der Verteidigung agierten wir zu lasch, was es Altnau-Kreuzlingen immer wieder ermöglichte, aus dem Dribbling heraus zu erfolgreichen Sprungwürfen zu kommen. So blieb das Spiel zwar spannend, leider gelang uns aber auch mit dem letzten Angriff der Ausgleichstreffer nicht. Eine weitere ganz bittere Niederlage gegen einen direkten Medaillenkonkurrenten war Tatsache. Damit verspielten wir uns den Vorteil der Direktbegegnung und rutschen nach Verlustpunkten gar auf Platz vier ab.

Madiswil – Nunnigen 8:8 (5:5)
Nun war eine Reaktion gefragt. Wollten wir im Kampf um die Podestplätze weiter mitreden, mussten wir das Punktemaximum holen. Taktieren war also nicht mehr. Die ersten Angriffe verliefen vielversprechend. Wir fanden viel Platz vor, da die Solothurner ihre Abwehr sehr kompakt aufgestellt hatten. Mit Distanzwürfen waren wir erfolgreich. In der Abwehr liessen wir wie schon gegen Altnau-Kreuzlingen zu viele einfache Treffer zu. Das Spiel von Nunningen basierte einerseits auf Distanzwürfen, andererseits auf einem Spiel über deren starken Center. Mit zweiterem gelang es dem Gegner unsere Abwehr immer wieder vor Probleme zu stellen. Immerhin erzielten wir mit einem verwerteten Penalty zur Pause den Ausglich.
Spielerisch waren wir auch in der zweiten Hälfte besser. Mit zunehmender Spieldauer liessen wir zunehmend druckvolle Angriffe auf die gegnerische Verteidigung vermissen. Da sich aber auch Nunningen immer wie schwerer tat und unsere Abwehr nun zusehends besser funktionierte, fehlten auf beiden Seiten klare Abschlusschancen. Uns merkte man den Druck, unbedingt siegen zu müssen an. Nach mehreren Fehlwürfen fehlten in den letzten Minuten ein wenig Vertrauen und Mut, das Heft in die Hand zu nehmen. So gingen wir im zweitletzten Spiel der Saison wieder nicht als Sieger vom Platz und wurden damit im Kampf um eine Medaille weiter zurückgeworfen.

Madiswil – Neuenkirch 16:11 (8:5)
Vor dem letzten Spiel war die Ausgangslage klar. Wir brauchten zwei Punkte und die Schützenhilfe der anderen Mannschaften. Aus eigener Kraft konnten wir den ersehnten Podestplatz nicht mehr erreichen. Hausaufgaben machen und hoffen war also die Devise. Für Neuenkirch ging es um nichts mehr. Der Ligaerhalt war geschafft und der Abstand zu den Medaillenrängen war zu gross. So agierten die Luzerner nicht mehr mit der letzten Konsequenz, was es uns ermöglichte, von Beginn weg mit sehenswerten Spielzügen zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Wir gingen rasch in Führung und liefen nie Gefahr, die Partie zu verlieren. Phasenweise konnten wir dem zahlreich angereisten Publikum tollen Korbballsport zeigen – auch den Luzernern gelangen teilweise schöne Treffer.
Wir hatten somit unser Soll erfüllt und mussten nun hoffen, dass entweder Altnau-Kreuzlingen oder Bachs noch einen Verlustunkt einfahren würden. Leider erfüllte sich unser Wunsch nicht und so kam es zum für uns schlecht möglichsten Szenario. Punktgleich mit der zweit- und drittplatzierten Mannschaft landeten wir wegen der schlechteren Direktbegegnungen auf dem undankbaren vierten Schlussrang. Sportlich betrachtet geht das Resultat aber absolut in Ordnung. Wenn man gegen die Medaillengewinner von 12 möglichen Punkten nur deren 4 holt, dann ist die Platzierung richtig. Wir schöpften in der Rückrunde nur selten unser spielerisches Potenzial voll aus. Zu viele Details stimmten nicht und wir konnten in den meisten Partien nicht über eine längere Zeit konstant agieren und den Gegner entscheidend distanzieren. Wir gratulieren den Medaillengewinnern aus Pieterlen, Altnau-Kreuzlingen und Bachs und bedanken uns bei den treuen Zuschauern fürs anfeuern und den Organisatoren für die Partie danach – war super! ;-)