Korbball: Start in die NL-A/B-Saison 2017

In Neuhausen (Turner) und Buchthalen (Turnerinnen) startete am Wochenende vom 6./7. Mai 2017 die Korbball-Meisterschaft NL-A/B der Turner/-innen. Bei den Herren führen Madiswil sowie Pieterlen (NLA) und Zihlschlacht (NLB) die Tabelle an. Erschwil-Grindel, Täuffelen (NLA) und Madiswil-Aarwangen (NLB) liegen bei den Frauen vorne. Zum jetzigen Zeitpunkt sagen die Ranglisten noch nicht viel aus. Nach den nächsten Spielrunden wird dies schon wesentlich genauer sein.

(Titelbericht aus der stv-homepage)

Madiswil – Oberdorf-Rüttenen 12:6 (7:4)
Das erste Spiel der Saison gegen den Aufsteiger zu spielen, hat sowohl Vor- wie auch Nachteile. Ein nicht unwesentlicher Nachteil ist, dass man den Aufsteiger noch nicht so klar einschätzen kann wie langjährige Ligagegner.

Wir starteten das erste Spiel unserer NLA Saison mit viel Zuversicht und Motivation. Unsere ersten drei Angriffe beendeten wir erfolgreich. Die Solothurner zeigten sich von dem aber eher unbeeindruckt, denn auch ihre ersten zwei Angriffe fanden den Weg in den Korb. Unser Angriffsspiel war solide und wir kamen langsam aber sicher in Fahrt. Unserer Verteidigungsarbeit unterliefen aber immer noch zu viele kleine Fehler, welche unser Gegner auszunutzen wusste. So stand es gerade mal 7:4 mit dem Halbzeitpfiff. Drei Körbe Vorsprung ist ein solides Polster. Wer aber selber Korbball spielt oder gespielt hat, weiss, dass ein solches Pölsterchen innert Minuten verpufft sein kann. Ausgeruht haben wir uns auf diesem kleinen Vorsprung nicht – im Gegenteil. Wir wussten, dass wir noch mehr abrufen konnten, offensiv wie auch defensiv. Beim Stand von 5:9, das erste Mal in diesem Spiel, dass vier Körbe Differenz zwischen uns und dem Gegner waren, kam das Gefühl auf, dass sich das Team aus Oberdorf-Rüttenen aufgegeben haben. Ihr ballstarker Topscorer, welcher Dreh- und Angelpunkt ihres Angriffs war, verweilte längere Zeit auf der Ersatzbank. Wir spielten hingegen weiterhin unser Spiel und so stand es am Ende der 40 Minuten 12:6 für Madiswil. Der Saisonauftakt war geglückt.

Madiswil – Erschwil 8:7 (4:3)
Wie auch wir, hatten die Schwarzbuben auf diese Saison hin ein paar personelle Veränderungen im Kader. Was das für ihr Spiel bedeutet, konnten wir teilweise in den Vorbereitungsturnieren sehen. Ob sie da aber mit offenen Karten gespielt haben, war uns nicht bekannt. Entsprechend fokussiert, stellten wir uns auf diesen Match ein. Punkte aus diesem Spiel zu holen, war für unser Saisonziel ein grosses Ziel.

Die Wetterbedingungen waren an diesem Tag nicht optimal. Regen, Temperaturschwankungen und Lichtverhältnisse waren auch schon besser.

Die ersten Minuten des Spiels waren eher ein Abtasten. Es gelang weder uns noch unserem Gegner offensiv zu brillieren. Dies sicherlich auch, da beide Verteidigungen solide Arbeit leisteten. Bis zu Pause wechselten sich „Einkorbvorsprünge“ und Unentschieden ab. Die Platz und Witterungsverhältnisse liessen fast nichts anderes zu als auf Sicherheit zu spielen. Ein unspektakuläres 4:3 war die daraus resultierende Konsequenz. Nach der Pause konnten wir das Momentum auf unsere Seite bringen und wir reüssierten öfters als die Schwarzbuben. Beim Stand von 8:5 und mit nur noch wenigen Minuten zu spielen, wogen wir uns in falscher Sicherheit. Den bisherigen Drive, der uns seit der Pause trug, versickerte wieder und wir gaben das Spielgeschehen wieder mehr aus der Hand, was unser Gegner routiniert auszunutzen versuchte – fast mit Erfolg, denn am Schluss schmolz unser Vorsprung auf ein mickriges Körbchen. Die Schlusssirene erlöste uns und wir hatten den – für uns so wichtigen – Sieg in der Tasche.

Grindel – Madiswil 6:11 (4:6)
Unser letztes Spiel des Tages bestritten wir gegen Grindel. Unterdessen schaltete sich auch Petrus wieder ein und es regnete das ganze Spiel hindurch. Was das für den Rasen und den Ballgrip bedeutete, sollte wohl jedem klar sein. Unter schwierigsten Verhältnissen und mit schon 80 Minuten in den Beinen stand dieses Spiel klar unter dem Stern „Konzentration-Sicherheit-Kampf“. Dass die junge Mannschaft aus Grindel zu jeder Zeit unangenehm sein kann, wussten wir aus Erfahrung. Ihre Mittel- und Distanzschützen kombiniert mit ihrer nicht nachlassenden Hartnäckigkeit machen sie zu einem Tischbomben-Gegner: man  weiss nie, was einen erwartet. Und so entwickelte sich auch die erste Halbzeit. Obwohl wir das Gefühl hatten die bessere Mannschaft zu sein, verbissen sich die Solothurner ins Spiel und liessen und nicht davonziehen. Das 4:6, was gleichermassen auch der Halbzeitstand war, war das erste Mal, dass wir eine „Zweikörbe-Differenz“ erarbeiten konnten. Zufrieden mit diesem Zwischenresultat waren wir nicht und deshalb stellte unser Coach uns taktisch auf, um noch einmal das Maximum herauszuholen zu können. Dieser taktische Input erwies sich als kleiner Geniestreich und trug schnell Früchte. Gleich nach der Pause waren wir endlich in der Lage unseren Gegner korbtechnisch zu distanzieren. Aus einem Korb Vorsprung wurden es deren fünf. Beim Stand von 5:10 und nur noch kurzer Spielzeit war das Spiel entschieden. Mit dem Schlusspfiff hiess es Grindel 6, Madiswil 11.

Die erste Runde war mit 6 Punkten ein voller Erfolg. Auf spielerischer und taktischer Ebene haben uns die Spiele aber noch viel Nachholbedarf aufgedeckt, welche es gilt aufzuarbeiten. In der nächsten Runde erwarten uns Pieterlen, Neuenkirch und Bachs, welche alle als klare Medaillenanwärter, wenn nicht sogar Titelanwärter gelten.