Madiswil – Altnau-Kreuzlingen 7:11 (3:5)

Wir stellten uns in den vergangenen Trainings taktisch auf Altnau-Kreuzlingen ein, mussten dann aber vor dem Spiel diesen Plan trotzdem wieder über Bord werfen.
Die Bedingungen an diesem Tag hätten eigentlich nicht besser sein können. Trotzdem war in unserer Mannschaft eine ungewöhnlich verhaltene Stimmung zu spüren. Nach den ersten zwei fantastischen Runden erlegten wir uns wahrscheinlich einen unnötigen Druck auf, welcher sich dann in einer Angespanntheit in der Mannschaft manifestierte.

Während der ersten Halbzeit spielten wir eine relativ solide Verteidigung und wir liessen fünf Körbe zu, was etwa die Norm war – Unser Angriff kam hingegen aber nie richtig ins Rollen. In den ersten 20 Minuten des Spiels gelangen uns gerade mal drei Treffer, was definitiv viel zu wenig ist, wenn man gegen einen Medaillenanwärter wie Altnau-Kreuzlingen spielt. Irgendwie war offensiv bei uns der Wurm drin. Wir konnten weder unser Spiel aufziehen, noch fanden mit gelegentlichen Einzelaktionen ins Spiel. Und trotzdem konnte sich – zu unserem Glück – der Bodensee-Zusammenschluss bis zu 7:8 nie definitiv absetzen. Dann aber fanden die Abschlüsse unseres Gegners den Weg in den Korb und sie setzten sich langsam aber sicher ab – während wir weiter mit unserem Angriff haderten. Zum Schluss stand es 7:11 zu Gunsten unseres Gegners. Die erste Niederlage der Saison war Tatsache. Zumindest können wir aus positiver Perspektive sagen, dass wir meilenweit unter unserem Können gespielt haben und wir im Rückenrundenspiel noch viel Platz nach oben haben. Aber eben: Das ist sehr positiv ausgedrückt. Zufrieden können wir mit dieser Leistung definitiv nicht sein.

Nunningen – Madiswil 10:14 (4:8)

Die Schwarzbuben haben das Vorbereitungsturnier in Pieterlen gewonnen und konnten sich damals auch gegen namhafte Teams durchsetzen. Ihrer Gefahr und ihrem Potential waren wir uns durchaus bewusst.
Im Gegensatz zum vorherigen Spiel starteten wir offensiv besser ins Spiel. Es war wieder mehr Spielfreude und Kreativität zu spüren als auch schon. Der Ball lief in unseren Reihen wieder besser, die Laufwege stimmten und die Abstimmung untereinander fühlte sich besser an. Die Solothurner konnten bis zum 2:3 relativ gut mithalten. Danach hatten wir einen Lauf und wir konnten uns mit vier Körben Differenz ein wenig Luft verschaffen. Diese vier Körbe nahmen wir dann auch in die Halbzeit mit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten wir dort weiter, wo wir aufgehört haben. Nunningen fand offensiv nicht ins Spiel und so waren wir in der Lage mit 4:10 zwischenzeitlich spielentscheidend davonzuziehen. Was dann geschah, könnte man schon fast als „Klassiker“ im Sport bezeichnen. Wenn man weiss, dass man schon fast als sicherer Sieger dasteht, lässt die Verteidigung nach. Und so war es auch bei uns. Unser Angriff brachte es zwar immerhin noch auf vier weitere Körbe, aber wir liessen unseren Gegner im Abschluss mehr gewähren. In den letzten Zehn Minuten des Spiels reüssierten die Solothurner häufiger als in den vorherigen 30 Minuten. Sechs Körbe liessen wir zu. Eine nicht sonderlich erfreuliche Tatsache… Nichtsdestotrotz gewannen wir das Spiel mit 10:14 und wir konnten zwei weitere Punkte  auf unser Konto gutschreiben. Zufrieden sein oder nicht zufrieden sein – das ist hier die Frage. Zwei Punkte feiern oder sich hintersinnen, was in der Schlussphase mit uns los war.

Menznau – Madiswil 9:9 (6:4)

Wir starteten die Saison mit dem einen Aufsteiger und wir beendeten die Vorrunde mit dem anderen. Menzanu konnte bisher fleissig Punkte sammeln und verkaufte sich bisher teuer. Unsere durchzogenen Leistungen am heutigen Tag machten sich dann leider auch in diesem Spiel wieder bemerkbar. Die Luzerner spielten von Anfang geduldiges Korbball und entsprechend lange Angriffe. Wir gingen zwar mit 0:1 in Vorsprung, aber das war auch schon der einzige Zeitpunkt des Spiels, wo wir in Führung lagen. Ab dem 2:1 liefen wir kontinuierlich einem Rückstand hinterher. Mit dem 6:3 konnte unser Gegner den grössten Vorsprung des Spiels für sich beanspruchen. Zur Halbzeit stand es 6:4 gegen uns. Wie auch schon im ersten Spiel lief offensiv bei uns rein gar nichts. Mit einer taktisch-personellen Umstellung waren wir dann zumindest in der Lage wieder ein klein wenig ins Spiel zu finden, Körbe zu erzielen und das Unentschieden zu erzwingen. Es fühlte sich (beim 7:7) fast so an als würde das Momentum auf unsere Seite fallen – bis unser Gegner mit zwei erfolgreichen Abschlüssen den Wind wieder aus den Segeln nahm. Eine unserer Stärken dieser Saison ist sicher, dass wir uns nicht aufgeben – und so war es in diesem Spiel auch. Wir antworteten und konnten selber ebenfalls wieder zwei Angriffe erfolgreich abschliessen und zum 9:9 ausgleichen, was gleichermassen auch das Schlussresultat war. Einerseits konnten wir froh sein zumindest noch einen Punkt aus dieser Partie mitgenommen zu haben und andererseits war die Leistung übers Spiel hinweg gesehen ungenügend.

 

Wir erreichten unser Tagesziel heute nicht und gingen mit „nur“ drei Punkten wieder nach Hause. Unserer direkten Kontrahenten gaben sich am heutigen Tag keine Blösse und brachten ihre Spiele souverän nach Hause. Nach der abgeschlossenen Vorrunde grüssen wir nun vom 3. Rang, was einerseits, schauen wir auf unser Erwartungen vor der Saison, eine hervorragende Leistung ist und dennoch ein klein wenig enttäuschend ist, bedenkt man wie wir die ersten zwei Runden gespielt haben. Nun, es ist sicherlich wichtig, dass wir jetzt unsere Eindrücke und Emotionen sacken lassen und in naher Zukunft eine Zwischenbilanz ziehen. Es gibt in der Sommerpause einiges zu tun…