Oberdorf-Rüttenen – Madiswil 4:13 (2:4)

Wie so oft ist es schwierig einzuschätzen, wo die eigene und die anderen Mannschaften nach der langen Sommerpause einzuordnen sind.  Obwohl wir gut und mit Freude trainieren konnten, zeigten uns die Trainingsspiele vor Rückrundenbeginn doch noch einige Mängel auf, sei dies beispielsweise, dass man merkte, dass wir seit einigen Wochen keinen Ernstkampf mehr bestritten.

Nichtsdestotrotz war für uns klar, dass, wenn wir nach wie vor mit der Spitzengruppe mithalten wollten, einen Sieg gegen die Solothurner brauchen würden.

So starteten wir die Rückrunde also gegen die noch punktlosen Solothurner. Wir agierten sehr verhalten, was uns in der ersten Halbzeit „zum Verhängnis“ wurde. Im Angriff liessen wir den Ball flüssig durch die eigenen Reihen laufen und standen zeitweise nach wenigen Sekunden vor einem möglichen Abschluss. Es liegt jedoch nicht in unserer Natur nach wenigen Sekunden abzuschliessen und entsprechend verhalten und mit mangelnder Überzeugungskraft nahmen wir die Würfe – die Konsequenz daraus: Fehlwürfe. Gerade mal 2:4 stand es zur Halbzeit, was, ohne jetzt überheblich zu klingen, definitiv zu wenig war. Das einzig Gute der ersten Halbzeit: wir liessen nur zwei Gegentreffer zu.
In der zweiten Halbzeit konnten wir den Fokus dann wieder besser setzen und wir schlossen mit mehr Selbstvertrauen ab. Es dauerte  entsprechend nicht lange bis wir uns absetzen konnten und die Korbdifferenz wuchs. Zum  Schluss gewannen wir das Spiel mit 4:13. Die beiden Halbzeiten in Zahlen: 1. Halbzeit 2:4, 2. Halbzeit 1:9. Die geforderte Steigerung kam. Zufrieden waren wir jedoch trotzdem nicht ganz, denn eine solch verhaltene und harzige Leistung wird nicht gegen jede Mannschaft reichen…

 

Erschwil – Madiswil 10:11 (5:5)

 Auf die Gastgebermannschaft trafen wir eine Woche zuvor am Vorbereitungsturnier in Fulenbach, wo wir sowohl das Gruppenspiel wie auch das Finalspiel gegen sie verloren. Schlechte Hauptprobe – gute Erstaufführung?

Das Spiel war während den ganzen 40 Minuten ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich zu einem Zeitpunkt absetzen oder zumindest den Eindruck erwecken, dass sie die besseren oder entschlosseneren auf dem Platz waren. Wir führten nach einigen Minuten mit 1:3, was auch den grössten Vorsprung des Spiels repräsentierte. Danach glichen die Schwarzbuben aus und gingen sogar mit 4:3 in Führung. Bedenkt man, dass unsere Gegner vom zweitletzten Rang grüssen, spielten sie auf einem hervorragenden Niveau, defensiv wie auch offensiv. Die zweiten 20 Minuten des Spiels bestanden darin, dass Erschwil vorlegte und wir immer wieder den Ausgleich erzielen konnten. Trotz den Emotionen, die in einem solch engen Spiel aufkommen, blieb die Partie auf einem sehr sportlichen und fairen Niveau. Beim Stand von 10:10 und nur noch wenigen Minuten zu spielen, schafften wir es tatsächlich erstmals seit Spielbeginn wieder mit 10:11 in Führung zu gehen. Diesen einen Korb Vorsprung konnten wir dann auch noch ins Ziel retten und wir holten mit dieser Zitterpartie die nächsten zwei Punkte. Einerseits waren wir unzufrieden, dass wir wieder so kämpften mussten um Punkte auf unser Konto zu bringen, aber andererseits muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass Erschwil ein fantastisches Spiel zeigte. Bedenkt man wie solide sie in diesem Spiel auftraten, scheint es schon fast unwürdig, dass sie auf dem zweitletzten Rang stehen.

 

Madiswil – Grindel 14:12 (6:8)

Grindel ist wohl eine der hartnäckigsten Mannschaften der NLA. Wie auch Zihlschlacht (NLB) verfügen die Solothurner über die Fähigkeit sich immer wieder in ein Spiel verbeissen zu können und die sich in Sicherheit wiegende Mannschaft in arge Bedrängnis zu bringen.

Der Start ins Spiel gelang uns sehr gut, vielleicht zu gut. 3:0 führten wir und vielleicht glaubten wir, dass es Spaziergang werden wird. Doch nach ein paar Minuten fand auch unser Gegner seinen Rhythmus, verteidigte besser und reüssierte im Abschluss. So wurde aus dem 3:0 schnell ein 3:4 und zur Halbzeit stand es sogar 6:8 für die Solothurner. Ein wenig ernüchternd besprachen wir in der Halbzeitpause den weiteren Schlachtplan. Wir wussten, dass wir an sich mehr Potential nach oben hatten, und, dass wir dieses Potential nun auch noch auf dem Platz umsetzen mussten. Gesagt, getan. Nach der Pause wirkten wir abgeklärter als unser Gegner. Die Distanzschützen unseres Gegners wurden unter Kontrolle gebracht und im Angriff agierten wir auch wieder kreativer. Mit drei Körben in Serie übernahmen wir mit 9:8 endlich wieder die Führung und das Zepter. Zeitweise führten wir sogar mit drei Körben Vorsprung (12:9, 13:10). Doch wie gesagt: totgeglaubte leben länger. Beim ebengenannten 13:10 und nur noch wenige Minuten verbleibend, fühlten wir uns schon in Sicherheit, was sich dann auf unsere Konzentration auswirkte und es passierten entsprechende Fehler, welche unser Gegner dankbar annahm. Es stand plötzlich nur noch 13:12 und die letzten Minuten wurden zu einer regelrechten Zitterpartie. Sekunden vor Schluss konnten wir in der Defensive den Ball stehlen, einen Gegenstoss laufen und einen Strafwurf herausholen. Nach dem Schlusspfiff wurde dieser erfolgreich versenkt – 14:12 zu unseren Gunsten und weitere 2 Punkte.

 

Allgemein kann oder muss man sagen, dass wir nach diesem Tag insofern zufrieden sein können, dass wir sechs Punkte erspielen konnten. Unsere Leistungen waren zeitweise sehr durchzogen und gehemmt. Gegen eine Spitzenmannschaft hätte es an diesem Tag wohl anders ausgesehen. Erfreulich ist hingegen, dass wir während allen Spielen eine ausgezeichnete Mentalität gezeigt haben und trotz nicht einfacher Situationen den Fokus nie verloren. Nun haben wir eine Woche um Bilanz zu ziehen und die entsprechenden Konsequenzen aus dieser Runde zu ziehen. Nächste Woche warten mit Pieterlen (1), Bachs (3) und Neuenkirch (5) andere Kaliber auf uns. Wollen wir einen Podestplatz erreichen, wird die nächste Runde sicher wegweisend.