Madiswil – Menznau 9:6 (5:1)
Bereits in der Vorbereitung bestritten wir einige Minuten gegen unsere Kantonsnachbarn. Zu ihrem Leidwesen war und ist ihr gefährlichster Werfer und fleissigster Korbjäger verletzt. Ob dieser nun für die erste Runde fit war, fanden wir erst vor Ort heraus. Er liess sich nur für Freiwürfe und erst gegen Ende der Partie vereinzelt einwechseln, aber da zu später.
Menznau schloss letzte Saison auf dem fantastischen 5. Platz ab, was eine bemerkenswerte Leistung für einen Aufsteiger ist. Ihre geduldigen und langen Angriffe liessen  einige ihrer Gegner an die Verzweiflung bringen.

Die Saison startete für uns erfreulich, denn wir konnten im ersten Spiel der Saison in Führung gehen. Es war über lange Strecken aber ein verhaltenes und gleichermassen auch diszipliniertes Spiel. Die Luzerner standen in der Defensive sehr tief und liessen uns aussen viel Platz. Auf der anderen Seite des Feldes spielten sie wie letzte Saison lange Angriffe und warteten geduldig auf ihre Chancen. Defensiv konnten wir gut agieren und so liessen wir in der ersten Halbzeit gerade Mal einen einzigen Korb zu und konnten dagegen auch fünf Mal im Abschluss reüssieren. Dass ihr korbgefährlichster Spieler bis anhin nicht aktiv auf dem Feld war, liess uns ein wenig Luft. Die zweite Halbzeit war aus unserer Sicht weniger erfreulich. Es begannen sich einige vergebene Chancen einzuschleichen, was sich dann auch in unserer Selbstverständlichkeit für den Abschluss manifestierte. Zögern, zu viel denken, mit sich selbst hadern, Unsicherheit. Und obwohl wir mit 9:3 schon fast uneinholbar weiterspielten, kamen wir nie richtig überzeugend in Fahrt. Die Abschlussphase (die letzten 3-4 Minuten) war symptomatisch für unsere „Unsicherheit“, denn wir vergaben wiederum zwei hundertprozentige Chancen und bekamen dafür die Quittung und kassierten im Gegenzug drei unnötige Gegentreffer – unter anderem auch von Menznaus angeschlagenen Distanzschützen, der sich nicht viel bewegen musste um einen sauberen Wurf in den metallenen Ring zu werfen. Hätten wir souveräner gespielt, wäre am Schluss womöglich 11:3 gestanden und nicht 9:6 wie dann das effektive Schlussresultat.

Obwohl wir damit die ersten zwei Punkte ins Trockene bringen konnten, war die Zufriedenheit über die gezeigte Leistung nicht sonderlich gross. Würden wir in den zwei weiteren Partien gegen Pieterlen und Bachs so spielen, würden wir komplett untergehen. Eine Lösung musste her.

Pieterlen – Madiswil 14:10 (7:5)

Zu unserem grossen Erstaunen verlor Pieterlen seine Auftaktpartie gegen Neuenkirch, was aber bei uns aber komischerweise mehr für Irritation sorgte und nicht für Zuversicht.
Wir hatten unseren taktischen Gameplan, der uns gegen unseren Kantonsrivalen einen Sieg einbringen sollte. Unser letztes Aufeinandertreffen war im Cup-Halbfinal, wo sie uns regelrecht an die Wand spielten, mehr als verdient gewannen und schlussendlich auch noch den Cup-Titel holten.

Das 0:1 war das einzige Mal, dass wir im ganzen Spiel die Führung innehatten. Die eingespielte Seeländertruppe spielte ihr bekanntes souveränes Spiel und wir liefen (fast) das ganze Spiel einem Rückstand hinterher. Das frustrierende an der ganzen Sache war, dass (und das soll an dieser Stelle keineswegs die Leistung von unserem Gegner schmälern) ein Sieg möglich gewesen wäre. Zur Halbzeit waren wir „nur“ 7:5 im Rückstand und unsere Taktik ging an sich nicht schlecht auf. Dass unser Gegner auch nicht seinen besten Tag hatte, kam uns ein wenig entgegen. Wir spielten offensiv abwechslungsreich und konnten dadurch sehenswerte Chancen herausspielen – der Ball traf aber zu viel auf das Metall und so fanden unsere Würfe (zu) oft den Weg nicht in das Netz. Beim Stand von 8:7 mussten wir dann mit den Konsequenzen mit unserem „Abschlusspech“ leben, denn Pieterlen zog mit 10:7 ein wenig davon und von da an lagen wir immer mindestens zwei Treffer im Rückstand. Mit dem Schlusspfiff stand es dann 14:10 und die erste Niederlage der Saison war bereits im zweiten Saisonspiel Realität. Das Fazit war, dass wir an sich ganz ordentlich spielten, aber im Abschluss zu wenig effizient waren. Und das reicht nun Mal gegen eine Mannschaft wie Pieterlen schlichtweg nicht. Mit gesenkten Köpfen verliessen wir das Spielfeld – nun galt es definitiv im letzten Spiel gegen Bachs eine Reaktion zu zeigen.

Madiswil – Bachs 9:10 (5:5)

Seit dem Aufstieg von Bachs in die NLA gab es wohl zwischen uns wohl kein Spiel, das nicht eng und umkämpft war. Und auch diese Partie begann spannend. Die Zürcher legten einen souveränen Start hin und bald hiess es 1:3. Als wir dann besser in die Partie fanden, konnten wir ebenfalls in der Offensive auftreten. So war es bis zur Halbzeit und dem 5:5 eine enge, faire, aber leider nicht hochstehende Partie. Wir waren im Angriff wieder ineffizient und die Bachser wirkten, da es ja auch das dritte Spiel des Tages war, auch nicht mehr all zu frisch.

Bachs legte den besseren Start in die zweite Halbzeit vor und zog mit 5:8 schon fast davon. Dass wir einen Rückstand aufholen könnten, haben wir schon einige Male bewiesen wie auch letzte Saison als wir gegen die Zürcher eine bemerkenswerte Aufholjagd erfolgreich in einen Sieg ummünzen konnten. Dies sollte am heutigen Tage nicht der Fall sein, denn unser Gegner verwaltete seinen Vorsprung bis zum Ende und gewann 9:10.

Wir haben an diesem Tag zwei von drei Spielen verloren und „mickrige“ zwei Punkte ergattert. Mit Pieterlen und Bachs haben wir ebenfalls gegen zwei Medaillen- und Titelkandidaten verloren und wichtige Direktbegegnungen verloren. Ein durch und durch missglückter Saisonstart.
Die Lehren des heutigen Tages: Defensive stabil, Offensive/Abschluss ungenügend um bei den Spitzenteams mithalten zu können.
Konsequenzen: Kopf befreien, Zuversicht gewinnen, hart arbeiten und die Freude an dieser wundervollen Sportart nicht verlieren. Die Saison hat erst begonnen und es ist noch nichts verloren. Das einzige, was sich verändert hat: Wir sind nicht mehr die Gejagten, sondern ab jetzt sind wir die Jäger.