
Die Vorfreude auf die neue Saison ist gross. Wir haben in der Vorbereitung viel trainiert und insbesondere aufgrund der Regeländerungen auch viel experimentiert. Wir fühlen uns ready und sind heiss auf die nächsten 18 Spiele. Auf die neue Saison!
Menznau– Madiswil 12:16 (7:10)
Perfektes Korbballwetter. Nach einer längeren Anreise (Amriswil) geht es endlich los. Unser Startgegner Menznau hat sich in der Vergangenheit jeweils als Counterpart der eher hartnäckigen Sorte entpuppt. Wir starten mit viel Hunger ins erste Spiel der Saison und wollen unbedingt gewinnen! Der Start verläuft relativ ausgeglichen. Kein Team kann sich in den Startminuten gross absetzen. In der Defensive bekunden wir etwas Mühe und lassen einige eher einfache Körbe des körperlich unterlegenen Gegners zu. Dennoch fühlt es sich so an, als ob wir das Spielgeschehen jederzeit bestimmen könnten, was in einem 3-Körbe-Vorsprung zur Pause resultiert. Der Start in die neue Saison ist geglückt.
Die 2. Halbzeit des Spiels startet und wir lassen den Ball gut laufen. Dies ermöglicht uns freie Würfe zu kreieren, womit wir zwischenzeitlich auf 5 Körbe davonziehen können (12:7). Mit diesem Rückstand hat Menznau nun nichts mehr zu verlieren. Es gelingt ihnen mit mehr Entschlossenheit und direkterem Zug zum Korb immer wieder gefährliche Würfe zu kreieren. Im Kontrast dazu scheinen wir kurzzeitig einen Gang runterzuschalten und kriegen einige Körbe, weil wir in der Defensive nicht konzentriert genug sind. Wir können uns wieder fangen und das kurze Aufbäumen von Menznau beenden. Der Vorsprung ist zwischenzeitlich auf 3 Körbe geschrumpft (11:14). Die Kontrolle der Partie geben wir allerdings nie aus der Hand und bringen die ersten zwei Punkte der neuen Saison mit einem 16:12 ins Trockene.
Das Fazit: im Team sind wir uns nicht ganz einig, wie wir diese Leistung einstufen sollen. Einige sind der Meinung, es lief super und wir hatten einen guten «Flow». Die anderen argumentieren, der Ball sei zwar gut gelaufen, aber der Zug zum Korb habe gefehlt. Egal, die zwei Punkte nehmen wir, darauf lässt sich aufbauen.
Zihlschlacht – Madiswil 15:14 (6:7)
Mit Zihlschlacht erwartet uns ein ganz anderer Gegner als noch im ersten Spiel. Die Thurgauer sind bekannt für ihren ZIHLstrebigen Zug zum Korb, was meist eine körperliche Schlacht auf dem Feld zur Folge hat. Das war auch in diesem Spiel nicht anders. Zwei Angriffe und schon steht’s 2:0 für die aggressiv aufspielenden Thurgauer. Insbesondere ihre körperlich betonte Verteidigung erschwert uns zu Beginn den Angriff. Dank starken Würfen unserer Center bleiben wir dran und können die Thurgauer kurzzeitig zwei Körbe hinter uns lassen. Die körperbetonte Spielweise hat ihre Konsequenzen: während des gesamten Spiels kriegen die Thurgauer 5x eine 2’-Strafe. Was nach einem Vorteil für uns klingt, entpuppt sich als falscher Freund: in diesen 10 Minuten Überzahlspiel kriegen wir mehr Körbe als wir selbst erzielen. Hier nehmen wir unsere erste Hausaufgabe mit. Dennoch retten wir einen Korb Vorsprung in die Pause.
Die Thurgauer spielen mit der gleichen Intensität weiter. Teilweise scheint es, als ob wir die «Schlacht» nicht annehmen würden. Unsere Fouls kommen meist zu spät oder gar nicht, wodurch die Thurgauer teilweise durch unseren Strafraum «spazieren» und einfache Körbe erzielen können. So übernehmen sie das Zepter des Spiels in der zweiten Halbzeit. Bis auf das zwischenzeitliche Unentschieden (11:11) kommen wir nie mehr wirklich an den Gegner heran. Trotz des zwei-Körbe-Rückstands kurz vor Schluss werfen wir nochmals alles nach vorne und können bis auf einen Zähler verkürzen. In den Schlusssekunden kriegen wir nochmals die Gelegenheit das Spiel auszugleichen und einen Punkt mitzunehmen. Leider springt der Ball vom Ring ab und das Spiel ist beendet.
Fazit: es hat sicherlich nicht am letzten Abschluss des Spiels gelegen. Wir hatten der physischen Spielweise der Thurgauer zu wenig entgegenzusetzen und uns in unseren Würfen verunsichern lassen. Was wir im Training zeitweise locker aussehen lassen, wirkte nicht entschlossen genug. Wer sie vorne nicht macht und hinten kriegt, der verliert im Normalfall. Diese Schlacht geht an die Thurgauer.
Madiswil – Grindel 11:20 (6:8)
Nach einem kurzen Aufwärmen geht’s los ins letzte Spiel des Tages. Das Aufwärmen kann rückblickend als Vorbote auf das, was später folgen sollte, gewertet werden. «Es isch eifach läääi gsi», beschreiben wir es nach dem Spiel treffend. Doch eins ums andere.
Mit Grindel erwartet uns das erfolgreichste Team der letzten 2 Jahre. Wir sind also insbesondere ob der vielseitigen Spielweise des Gegners und seiner tendenziell hohen Trefferquote vorgewarnt. Diese kriegen wir in den ersten Spielminuten sogleich zu spüren. Früh rennen wir einem drei-Körbe-Rückstand hinterher. Unser Gegner dosiert die Angriffe gut und kreiert gute Abschlüsse von allen Positionen. Fehlwürfe sollten sich retrospektiv als Mangelware herausstellen. Wir bleiben allerdings dran und können mit guten Kombinationen einige unserer Abschlüsse erfolgreich verwandeln. Der Gegner scheint zur Pause in Reichweite (6:8).
Irgendwie ist der Wurm drin. In der zweiten Halbzeit powern die Jungs aus Grindel durch und verwandeln scheinbar jeden ihrer Würfe mit einer eindrücklichen Lockerheit. Die Zuordnung in unserer Defensive stimmt teilweise nicht mehr, was andererseits einfache Abschlüsse ermöglicht. Grindel lässt sich nicht zweimal bitten. Selbstverständlich ist dies zermürbend und unsere niedrige Trefferquote ist für unser Selbstvertrauen auch nicht förderlich. Es scheint, als ob wir uns mental etwas aufgeben würden. Das Spiel gleitet uns aus den Händen, der Rückstand wird immer grösser. Bei unseren Abschlüssen im Angriff fehlen uns dann auch die nötige Überzeugung und das entsprechende Selbstvertrauen, welches du dir aus einer soliden Defensive aufbaust. Unsere Abschlüsse sind teilweise erzwungen und verfehlen ihr Ziel mehrheitlich. Mit dem Schlusspfiff müssen wir uns 20:11 geschlagen geben. Chapeau an dieser Stelle an die Wurfleistung von Grindel!
Fazit: auch in diesem Spiel können wir die Überzahlsituationen nicht nutzen. Unser Selbstvertrauen ist noch nicht da, wo es sein sollte, und wir konnten mit dem Gegner nicht mithalten. Schlussendlich sind 20 erhaltene Körbe zu viel und mit 11 erzielten Körben gewinnst du kein Spiel mehr unter den neuen Spielregeln. Wir wollen allerdings auch nicht Schwarzmalen: wir wissen, wo wir uns verbessern müssen und werden daran arbeiten. Gemeinsam als Team.
Die Saison ist noch jung, die nächsten Spiele folgen Schlag auf Schlag. Nächster Spieltag ist am Sa, 09.05.26 in Lüsslingen (SO). Kommt vorbei, es würde uns freuen.

