Madiswil - Büsingen 3:5 (5:10)
Gegen die „Türme“ aus Büsingen legten wir einen Start hin, den man getrost unter der Kategorie „Verschlafen“ verbuchen kann. Ehe wir überhaupt richtig realisierten, dass das Spiel begonnen hatte, lagen wir bereits mit 0:5 hinten. Doch die Madiswiler Moral hält bekanntlich einiges aus: Wir bündelten unsere Kräfte, kämpften uns bis zur Pause auf 3:5 heran und schnupperten am Ausgleich. Wer mathematisch nicht untalentiert ist merkt schnell, dass 3 Körbe bei gefühlt 20 Versuchen nicht unbedingt eine gute Trefferquote ergeben…
Die Energie war da, doch die bereits in der ersten Halbzeit unterdurchschnittliche Trefferquote zog sich auch durch die zweite Spielhälfte hindurch wie ein Kaugummi an der Schuhsohle. Die Kombination aus niedriger Trefferquote und das Auflaufen auf die gefühlten Drei-Meter-Riesen unter dem gegnerischen Korb war einfach keine gute Sache. Am Ende zogen die Türme unaufhaltsam davon, und wir waren beim 5:10 final schachmatt. Wir dürfen das Spiel nicht als «schlecht» abstempeln. Mit einer höheren Trefferquote hätten wir zumindest an den Punkten schnuppern können. Aber eben, «hätte», dieses hypothetische Konzept bringt uns in der realen Welt dennoch keine Punkte ein.
Das Fazit: Das Learning für das nächste Mal? Wir müssen das Spiel breiter machen und weniger stur mit dem Kopf durch die Türme hindurch (oder unter den Korb). Die „Linksmähder“-Bauern aus Madiswil werden diese Türme beim nächsten Mal schon noch zum Einsturz bringen und dann heisst es schachmatt für uns!
Madiswil – Oberaach 11:10 (5:5)
Gegen die athletischen und extrem „gädrigen“ Jungs aus dem Thurgau zeigten wir von Beginn an, wer der Herr auf dem Rasen ist. Wir dominierten das Geschehen und legten konstant vor. Das Problem: Die Oberaacher blieben uns auf den Fersen wie eine Klette. Ein ständiges Hin und Her führte zum logischen 5:5-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel mutierten wir kurzzeitig zur Feuerwehr und brannten ein kleines Feuerwerk ab – schwups, lagen wir mit drei Körben vorne. Und dann? Setzte das Korbball-Yin-und-Yang ein. Wir schalteten einen Gang runter, Oberaach holte auf. Wir legten wieder zwei vor, sie zogen nach. Ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem uns schlicht die Coolness fehlte, den Sack vorzeitig zuzumachen. Dabei wäre das doch ganz einfach: Sack auf, Katze rein, Sack zu, fertig. So stand es kurz vor Schluss (wie sollte es anders sein) unentschieden. Doch die Korbballgötter trugen heute Grün-Weiss: Mit dem allerletzten Wurf trafen wir sehenswert zum 11:10-Sieg. Was für eine geile Teamleistung!
Fazit: wir konnten die enttäuschende Niederlage aus dem ersten Spiel abschütteln und uns gut auf den neuen Gegner einstellen. Mit einer guten Teamleistung gelang es uns, das Spiel zu bestimmen. Dadurch erzwangen wir das nötige Glück, um mit dem letzten Wurf die zwei Punkte nach Madiswil verbuchen zu können.
Madiswil - Nunningen 12:12 (4:6)
Zum Abschluss warteten die Gastgeber inklusive einer eindrucksvollen Fanwand, die für eine absolut sensationelle und beneidenswerte Stimmung sorgte. Angestachelt von dieser Kulisse überrollte uns Nunningen anfangs regelrecht. Wir lagen schnell mit vier Toren hinten (1:5), retteten uns aber mit einem blauen Auge (4:6) in die Pause.
Wir kamen immer besser ins Spiel und saugten die Energie der gegnerischen Fans einfach für uns auf und übernahmen das Spieldiktat! Fun Fact am Rande (siehe Bild): Zwischendurch dachten wir uns wohl, dass Teambuilding auf der Strafbank eine super Sache sei. Wir trafen uns temporär zu dritt auf der Bank und spielten auf dem Feld mit 2 gegen 5! Ein interessantes Experiment, schliesslich ist man dort sonst so einsam! Das ermöglicht völlig neue Perspektiven auf das Spiel! Für die Zukunft belassen wir es aber lieber beim klassischen 5-gegen-5.
Trotz Unterzahl-Spektakel holten wir das Zepter zurück, stellten eine Beton-Defense und gingen dank starker Würfe sogar mit zwei Körben in Führung. In den dramatischen Schlussminuten verpassten wir die Entscheidung, und so trennte man sich nach intensiven, wunderschönen Angriffen auf beiden Seiten mit einem gerechten 12:12.
Ein kleiner, unschöner Wermutstropfen: Ein Nunninger Fan vergriff sich massiv im Ton und beleidigte den Schiri. Das ist unnötig und hat in unserem Sport absolut keinen Platz. Ein fettes Chapeau aber an die Jungs von Nunningen: Sie haben blitzschnell reagiert und den Unruhestifter vom Feld entfernt. So macht man das!
Fazit: Wir haben die Coolness eine Übermacht gegnerischer Fans für uns zu nutzen und uns auf uns und die treuen mitgereisten Fans (vielen Dank, dass ihr uns angefeuert habt, das hilft!) zu konzentrieren. Wir können ebenfalls mit den besten der Liga mithalten und ihnen alles abverlangen.
Nach diesen intensiven drei Spielen endet die erste Hälfte der Saison und es geht ab in die Sommerpause. Diese wollen wir nutzen, um uns zu erholen und als Team zu verbessern. Eines ist klar, wir sind nach wie vor hungrig und werden voller Überzeugung in jedes Spiel gehen. Spiel für Spiel. Am 5. September sehen wir dann, wohin uns diese Reise bringt. Bekanntlich ist ja der Weg (die Reise) das Ziel. Weiter geht’s am 8. August in Büsingen.


